Hallo Welt!

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Hallo Welt? Echt jetzt? Unzählige WordPress-Nutzern wird diese Begrüßung zum Halse heraushängen. Schließlich ist sie die Standard-Überschrift des Beispiel-Blog-Post, das beim Einrichten einer Website mit WordPress immer mitgeliefert wird. Und die meisten werden schnellstens dafür sorgen, dass dieser Post einen anderen Titel bekommt oder im virtuellen Nirvana verschwindet. Auch ich fand diesen Titel bisher immer reichlich abgegriffen.

Aber plötzlich, jetzt, da ich endlich den Schritt wage, mich im Internet auszuprobieren, erscheint mir diese Begrüßung gar nicht mehr so furchtbar. Für mich ist es tatsächlich ein kleiner „Hallo Welt“-Moment. Bereits seit mehreren Jahren arbeite ich im Kommunikationsbereich – zunächst für verschiedene Kultureinrichtungen, zuletzt für ein Forschungsprojekt. Dabei rückten selbstverständlich auch digitale Medien immer stärker in meinen beruflichen Fokus. Zu Beginn der 2000er Jahre machte ich erste Schritte in HTML und arbeitete mich in diverse Content Management Systeme ein. Privat richtete ich mir Accounts in sozialen Netzwerken ein: Xing, Facebook, Twitter – die üblichen Verdächtigen. Doch blieb ich weitestgehend passiver Nutzer. Ich hatte der Welt nur selten wirklich etwas mitzuteilen. Meist fand ich die Details meines Alltags nicht relevant genug, um davon zu berichten, oder ich wollte dem Voyeurismus „da draußen“ und der Datensammelwut von Internet-Konzernen kein Futter geben.

Beruflich wurde das Internet mit all seinen Ausdrucksformen und Kanälen natürlich immer interessanter und relevanter. In meiner professionellen Praxis wurden Webseiten, Blogs, Facebook, Twitter, Xing, Instagram etc. zentrale Elemente zur Kommunikation mit den Zielgruppen. Doch arbeitete ich hier immer im Namen einer Einrichtung. Ich bin nie selbst als Person in Erscheinung getreten. Doch dies soll sich nun ändern. Hier veröffentliche ich endlich unter eigenem Namen. Alles was hier erscheint, ist mein Inhalt, mein Senf, meine Meinung. Deshalb gilt für mich hier wirklich: Hallo Welt!

Und ich plane, tatsächlich die Hosen herunterzulassen. Ich möchte lernen und die Welt darf mich begleiten – bei allen Erfolgen und auch allen Rückschlägen.

Warum Marketing, warum online?

Meine berufliche Entwicklung zeigt mir, dass der Bereich Unternehmenskommunikation der ist, in dem ich mich selbst am wohlsten fühle und meine Talente am besten einbringen kann. Bei zwei meiner bisherigen drei Stationen habe ich zunächst eine andere Funktion erfüllt. Am ZKM | Karlsruhe wurde ich zunächst als Archivar eingestellt, an der Leuphana Universität Lüneburg als Formatentwickler in einem Forschung- und Entwicklungsprojekt zu digitalen Kulturen. Und beide Male habe ich nach einer gewissen Zeit meine Position umdefiniert und mich – selbstverständlich immer mit Einverständnis meiner Vorgesetzten – um die Kommunikation der Abteilung oder des Projektes gekümmert. Bei der Station dazwischen – im Wasserschloß Klaffenbach – war ich vor Anfang an für das Marketing des Objektes zuständig. Inzwischen blicke ich daher auf eine mehrjährige Berufserfahrung in diesem Bereich zurück und beherrsche das Parkett der klassischen Unternehmenskommunikation sicher.

Doch trotz des zunehmenden Einsatzes digitaler Kommunikationsmittel fühlte ich mich im Online Marketing immer noch unsicher. Daher entschied ich mich, Freiräume in meiner Elternzeit darauf zu verwenden, meine Kenntnisse und Fähigkeiten im Online Marketing auf sicherere Füße zu stellen. Ich begann, mir das Thema im Selbststudium zu erschließen und nutzte dafür neben einschlägiger Literatur auch Blogs und Social Media Kanäle von Experten. Höhepunkt dieser Phase war ein mehrwöchiges Online-Seminar, das sich zwei Themenkomplexen widmete: Social Media Marketing und Suchmaschinenoptimierung.

Meine Dozenten Olga Benner und Sascha Ballach beschränkten sich nicht nur darauf, mir wissenswerte Theorie zu vermitteln, sondern verstanden es, das Feuer, das in ihnen für ihr jeweiliges Fachthema lodert, auf mich zu übertragen. So sehe ich mich jetzt nicht nur gut gerüstet, in meiner nächsten beruflichen Anstellung das Online Marketing zu managen. Vielmehr entstand der Wunsch, sofort – ohne Wartezeit – loszulegen.

Die Idee, die daraus entstand, ist folgende: All das Erlernte werde ich einsetzen, um ein Unternehmen kommunikativ zu unterstützen, das mir sehr am Herzen liegt – nämlich die Druckerei meines Vaters in Itzehoe. Es handelt sich dabei um einen kleinen Handwerksbetrieb, der auf die Erfahrung und die Leidenschaft aus drei Generationen zurückblicken kann.

 

In meinem Lebenslauf steht, dass ich mich mit analogen Mitteln der Unternehmenskommunikation auch bestens mit den digitalen auskenne. Das dachte ich auch bisher. Doch dann musste ich feststellen, dass es noch

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